Von Wolfgang Geiler - 29.01.2018 15:33

Max Dilgers zweite Operation in der Winterpause ist erfolgreich verlaufen. Nach dem beim Sulzer Bahnfahrer die sieben Schrauben am Schlüsselbein entfernt wurden, hat Dilger mit dem Aufbauprogramm begonnen.

Kraft und Kondition tanken stehen jetzt im Vordergrund, ehe es Anfang März in körperlich bester Verfassung zum ersten Mal auf die Bahn zum Trainieren geht. Wenn das Maschinenmaterial passt und die Form stimmt, könnte es eine erfolgreiche Saison sowohl auf der Speedway- als auch auf der Langbahn werden.

Dilger wird in dieser Saison sein Engagement auf der Langbahn weiter forcieren. «Am Wochenende hat mir das City-Team grünes Licht gegeben, sodass ich auch 2018 wieder auf ihre Unterstützung zählen kann», so Dilger nach einem positiv verlaufenen Wochenende im Norden der Republik. Damit ist gewährleistet, dass er auf den Gras- und Sandbahnen wieder mit bestem Material ausgestattet ist, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. «Ich bin davon überzeugt, dass ich noch Potenzial nach oben und noch längst nicht alles abgerufen habe. Das Engagement des City-Teams eröffnet mir alle Möglichkeiten.»

Während Dilger mit dem Speedwayclub Holstebro in Dänemark und dem PSZ Posen in Polen die Verträge unter Dach und Fach hat, fehlen die Vollzugsmeldungen für den Speedway-Team-Cup und die deutsche Bundesliga. «Ich bin in Verhandlungen, aber es ist noch nichts in trockenen Tüchern“, so der 28-Jährige.

Quelle: Mehr bei SPEEDWEEK:http://www.speedweek.com/sandbahn/news/121719/Max-Dilger-wird-weiterhin-vom-City-Team-unterstuetzt.html

 

 

Von Manuel Wüst - 22.01.2018 19:00

Seine ersten Jahre auf der 500er absolvierte der Engländer Robert Lambert auf deutschen Speedwaybahnen. Inzwischen hat er sich zu einem der besten U21-Fahrer der Welt entwickelt.

2012 kam der Brite Robert Lambert als 14-Jähriger nach Deutschland und startete mit deutscher Lizenz in der 500-ccm-Klasse, was in England in seinem damaligen Alter nicht möglich war. Inzwischen fährt er zwar wieder mit britischer Lizenz und hält die britischen Farben hoch, doch die Verbundenheit zu Deutschland riss nie ab. Sie wurde sogar noch stärker, wie der Sohn des ehemaligen Speedwayfahrers Paul Lambert im Interview mitSPEEDWEEK.com verriet.

Robert, wie zufrieden bist du mit der Saison 2017? Konntest du deine gesteckten Ziele erreichen?
Die Saison 2017 war eine gute. Es sind viele Dinge passiert, die ich nicht erwartet habe. Zum Beispiel, dass ich die Britische U21-Meisterschaft und die U21-Europameisterschaft gewonnen habe.
Leider habe ich mein Ziel, die U21-Weltmeisterschaft zu gewinnen, oder mindestens meine Bronzemedaille zu verteidigen, nicht erreicht. Des Weiteren hätte ich nicht gedacht, dass ich in meinen Rennen in Polen so gut abschneiden würde.

Wie hast du die U21-Weltmeisterschaft 2017 erlebt?
Mein Ziel war zu gewinnen oder meine Bronzemedaille zu verteidigen. Ich glaube, hätte ich den Sturz in Posen nicht gehabt, hätte ich auf jeden Fall mehr Punkte sammeln können. Dass ich in Pardubitz so ein schlechtes Rennen hatte lag daran, dass ich leider nicht den richtigen Motor für so eine große Bahn besitze.
Du wirst im April 20 Jahre alt, hast also noch weiterhin die Chance an der U21-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Traust du dir 2018 den Titel zu?

Ich habe mir den Titel letztes Jahr auch schon zugetraut. 2016 hätte ich nie gedacht, dass ich in meinem ersten Jahr gleich die Bronzemedaille mit nach Hause nehme. Deshalb glaube ich, dass ich dieses Jahr auf jeden Fall Gold schaffen kann. Ich werde 100 Prozent geben, um mir diesen Traum zu erfüllen.

In welchen Ligen wirst du 2018 starten und wird man dich auch wieder in der Bundesliga sehen?
2018 werde ich wieder in England für die King’s Lynn Stars an den Start gehen. In Schweden habe ich zu einem anderen Club gewechselt, letzte Saison fuhr ich noch für Masarna. Dieses Jahr werde ich für Rospiggarna an den Start gehen. Besonders glücklich bin ich darüber, dass ich in Polen meine erste volle Saison fahren werde. Letztes Jahr war das leider nicht möglich, da sich die Renntermine mit der zweiten Liga in England überschnitten. Letztes Jahr fuhr ich für Lublin. Der Club ist in die erste Division aufgestiegen, dort werde ich auch 2018 fahren. Auf jeden Fall werde ich in Deutschland wieder fahren, aber das ist schwierig, weil sich die Termine in der polnischen Liga mit denen in Deutschland oft überschneiden. Wenn es nicht in der Liga ist, dann werden mich meine deutschen Fans bei offenen Rennen sehen können.
Du bist den ungewöhnlichen Weg aus Großbritannien nach Deutschland gegangen, um hier Rennen zu fahren. Was waren die Gründe und wie dankbar bist du den Clubs in Deutschland, welche dir die Rennen ermöglicht haben? Wärst du ohne die Rennen in Deutschland als Fahrer heute soweit?

Die Gründe waren, dass ich in Deutschland früher anfangen konnte auf der 500er Rennen zu fahren. Ich bin den Clubs, Fans, und meinen deutschen Freunden sehr dankbar, dass sie dies möglich gemacht haben. Deutschland hat meine Karriere sehr geprägt und auch meinen Charakter. Ohne Deutschland wäre ich definitiv nicht so weit, wie ich es heute bin.
Wie groß ist deine Verbundenheit zur deutschen Bahnsportszene? Kannst du dir vorstellen, wieder für Deutschland zu starten?

Zwischen mir und Deutschland besteht eine sehr große Verbundenheit! Ich habe viele deutsche Freunde sowie eine deutsche Freundin. Ende letzten Jahres wurde die Verbundenheit sogar noch größer, als ich nach Deutschland gezogen bin. Mit der Bahnsportszene besteht ebenfalls eine große Verbundenheit, ich bin auch 2017 für die White Tigers gefahren und bestritt offene Rennen. Ich habe auch viel Kontakt zu deutschen Fahrern.

Würde ich wieder eine deutsche Lizenz nehmen, würde mich das davon abhalten, für das Team Großbritannien zu fahren. Bei der U21-Welt- und Europameisterschaft könnte ich dann auch nicht fahren.

Quelle: - Mehr bei SPEEDWEEK:http://www.speedweek.com/speedway-racing/news/121423/Robert-Lambert-Ohne-Deutschland-nicht-so-weit.html

 

 


von Stefan Zwahr / 18.01.2018, 11:26 Uhr

Wolfslake (OGA) Mit Lauf- und Krafteinheiten bereitet sich Mathias Bartz derzeit auf die in den kommenden Monaten anstehenden Rennen vor. Für den Speedway-Fahrer ist es eine ganz besonderes Jahr: "Es ist meine 25. Saison im Bahnsport - und es kann passieren, dass es auch meine letzte ist."
Dies könne er zwar noch nicht genau sagen, "aber ich spiele mit dem Gedanken". Mit bald 33 Jahren sei es an der Zeit, Prioritäten zu setzen. Schon in diesem Jahr werde es so sein, "dass ich nicht unbedingt jedes Rennen auf Biegen und Brechen mitnehme". Bartz betont, privat eingebunden zu sein und ein Haus bauen zu wollen. "Ich mache den Sport nicht hauptberuflich und muss alles unter einen Hut bekommen." Bevor er sich konkrete Gedanken um die Zukunft machen will, gehe es aber darum, auch bei den Rennen in den kommenden Monaten so gut wie möglich abzuschneiden. "Ich will meine Leistung bringen, Spaß haben und es genießen."

Im Vergleich zur vergangenen Saison wird sich für den langjährigen Piloten des Speedwayteams Wolfslake nichts ändern. Bartz wird in der 1. Bundesliga für den Vorjahresvierten MC Nordstern Stralsund und in der 2. Liga als Kapitän für den MSCDiedenbergen (Sechster der Saison 2017) am Startband stehen. "Ich freue mich auf jedes Rennen aufs neue und bin sehr positiv gestimmt. Alle Fahrer haben sich weiterentwickelt. Darum, glaube ich, dass wir mehr erreichen können als zuletzt."

Eine ganz neue Herausforderung wartet auf den gelernten Hotelfachmann in diesem Jahr in Ludwigslust. Dort soll Bartz junge Fahrer in den Klassen U21 und Junioren C an das Bundesliga-Geschehen heranführen. "Seit zwei Jahren gibt es die Speedway-Liga Nord. Die Serie wurde ins Leben gerufen, da es für Junioren nur wenige Rennen gibt." Diese sollen im Wettbewerb von den Erfahrungen eines "Senior-Fahrers" profitieren. Diese Rolle übernimmt in Ludwigslust der Mann aus Oberhavel. "Von mir altem Sack können sie sicherlich was lernen. Mir hat es damals gefehlt, von Erfahreneren was zu lernen. Ich will Tipps und Erfahrungen weitergeben. Darum stehe ich der Sache sehr offen gegenüber und unterstütze sie gern."

Das ganz große Ziel ist für den nun in Berlin lebenden Kremmener allerdings die Qualifikation für die deutsche Einzelmeisterschaft. "Die Endrunde wird diesmal in Güstrow ausgetragen. Das ist eine meiner beiden Lieblingsbahnen. Da war ich immer sehr gut unterwegs." Das Ticket für die nationale Meisterschaft muss Bartz über die Bundesliga lösen. "Das ist das Ziel. In Güstrow ist etwas möglich, da es eine Bahn ist, auf der Jeder jeden schlagen kann. Der Rest ist dann Tagesform."

Diese stimmte bei der "Deutschen" im vergangenen Jahr nicht. "Ich blieb unter allen Erwartungen und war mega enttäuscht", erinnert sich Bartz nur ungern an die Rennen in Olching, wo er am Ende nur den 13. Platz belegte. "An dem Tag war der Wurm drin. In diesem Jahr will ich unter die ersten Acht fahren. Das wäre noch mal was." Zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr zählte die Ersatzfahrerrolle beim Lauf zur Europameisterschaft in Güstrow. "Leider kam ich nicht zum Einsatz. Das ist schade, aber ich hatte damit gerechnet. Als Reservefahrer zwei ist es halt schwer. Egal, ich war dabei." Einen Start bei einem der offenen Rennen in Wolfslake schließt Mathias Bartz nicht aus. "Ich hoffe, dass mich die Leute da mal sehen. Ich habe auf dem ,Eichenring' meine Laufbahn begonnen. Es wäre schön, dort in meiner Jubiläumssaison am Startband zu stehen."

Um für die anstehende Saison gerüstet zu sein, absolviert der 32-Jährige aktuell eine gezielte Vorbereitung. "Ich mache viel Kondition, gehe mega viel Laufen und mache im Fitnessstudio Ausdauer- und Krafttraining. Ende Februar oder Anfang März geht es aufs Motorrad. Wichtig ist, dass ich körperlich fit bin. Der Rest kommt dann schon von allein."

Von Manuel Wüst - 20.10.2017 09:46

Seit seinem Sturz im Langbahn-Grand-Prix in Herxheim laboriert Max Dilger an einer Schulterverletzung, Anfang November wird der Schwarzwälder in der orthopädischen Klinik in Markgröningen operiert.

Im ersten WM-Finale auf der Langbahn war Max Dilger Ende Mai in Herxheim mit Wildcard am Start, in Lauf 7 hatte er einen Sturz und kugelte sich die Schulter aus. Bei weiteren Stürzen, unter anderen im Finale des Speedway-Paar-Cups in Herxheim, erwischte es erneut die Schulter.

Der 28-Jährige hatte die Hoffnung, dass er um eine OP herumkommen könnte, doch eine erneute Untersuchung brachte die Gewissheit: «Dr. Steffen Jehmlich wird mich Anfang November an der Schulter operieren. Wenn es gut läuft, kann das Labrum am Schultergelenk wieder angenäht werden. Wenn es weniger gut läuft, dann muss ein Stück Knochen aus meiner Hüfte entnommen und an der Schulter platziert werden. Ich bin nicht das erste Mal bei Dr. Jehmlich und kann mich auf seine Arbeit verlassen. Ich hoffe, dass er den Muskel richten kann, weiß jedoch auch, dass der Muskel im Laufe der Saison erheblich gelitten hat.»

Quelle: Speedweek
http://www.speedweek.com/sandbahn/news/117632/Gewissheit-Max-Dilger-muss-sich-operieren-lassen.html